Herausforderung
Mangelnde Chancengerechtigkeit im Schweizer Bildungssystem
Das Schweizer Bildungssystem ist ungerecht und ineffizient. Die Wissenschaft ist sich einig: Kinder und Jugendliche aus bescheidenen sozio-ökonomischen Verhältnissen, insbesondere solche mit fremdsprachigem Hintergrund, wechseln bei gleicher schulischer Leistung seltener an weiterführende Schulen (Berufs-/Fachmittelschulen, Gymnasien) als privilegiertere Gleichaltrige. Das ist nicht nur ungerecht und akzentuiert soziale Ungleichheit, sondern ist auch aus volkswirtschaftlicher Sicht fatal, wie die Studie «Bildungsgerechtigkeit – Chance für die Schweizer Wirtschaft» (2023) zeigt.

Entscheidende Übergänge
Entscheidend sind die Übergänge von einer Schulstufe in die nächste. Das gilt insbesondere für den Übertritt von der Primar- in die Sekundarstufe I sowie von der Sek I in die Sek II, die den weiteren Bildungsweg vieler Jugendliche zementieren. Wer bekommt eine gute Lehrstelle? Wer schafft es in eine Berufsmittelschule, eine Fachmittelschule oder ein Kurzgymnasium? Selbst wenn sie ein hohes Leistungspotenzial haben, sind Kinder und Jugendliche aus sozial schwachen Familien oder Fremdsprachige in diesen Momenten stark benachteiligt. Deshalb gilt das Hauptaugenmerk unserer Aktivitäten den matchentscheidenden Übergangen.